Herzlich willkommen

Die Themen Sozialkompetenz (Umgangsformen, Empathie …) und interkulturelle Kompetenz lassen an steife Höflichkeitsregeln und das strikte Befolgen der „Dos and Don’ts“ in anderen Geschäftskulturen denken. Doch dies reicht nicht für den geschäftlichen Erfolg.

Erst authentische Souveränität im internen Tagesgeschäft und im Kundenkontakt bildet Vertrauen und ist die Grundlage langfristiger Beziehungen. Dazu gehören Voraussetzungen wie gelebte Grundwerte, geschäftliche Umgangsformen und interkulturelle Kompetenz.

Häufig begegnet man Menschen, die vermeintlich perfekt Etikette-Regeln beherrschen, dabei aber steif, teilweise auch arrogant wirken. Isolierte Regeln ohne Wertschätzung anderen Menschen gegenüber führen zu oberflächlichen Beziehungen.

Souveränes Verhalten und angemessenes Auftreten nach innen und außen. Den richtigen „Ton“ finden, aufgeschlossen sein und authentisch bleiben. Diese Merkmale stehen für vertrauenswürdige Professionalität!

Gabriele Schlegel berät Unternehmen, leitet Seminare, Workshops, Coachings (Einzelberatung) und hält Vorträge.

Typische Fragen von Seminarteilnehmern:


Warum sind Handzeichen, Gesten und Posen so riskant?


Weil die Deutungen international unterschiedlich sind.
Grundregel: Gesten, Handzeichen, Posen gehören nicht in den dienstlichen,
sondern ausschließlich in den privaten Bereich.
Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sollten besonders vorsichtig sein und
es den Eiferern nach negativen Schlagzeilen nicht allzu leicht machen.

Wen begrüße ich zuerst?



Grundregel: Im Geschäftsleben gilt nicht
„Ladies first“, es zählt ausschließlich die Hierarchie.
In der Praxis verhält es sich aber häufig anders: Die Menschen, die sich kennen,
begrüßen sich zuerst. Währenddessen stellen sich die anderen wechselseitig
vor und begrüßen einander. Die Rangfolge wird in unserer Kultur nämlich kaum wahrgenommen – ganz im Gegensatz zu anderen Kulturen, in denen Status und Hierarchien eine größere Bedeutung haben als in Deutschland.

Die Führungsriege ist unsicher: Sollen wir uns an die Tische der Mitarbeiter
verteilen oder separat an einem Tisch Platz nehmen?


Es ist in der Tat schwierig,
zu durchschauen, ob die Mitarbeiter sich geehrt oder eher gestört fühlen, wenn ein Vorgesetzter während einer Veranstaltung den ganzen Abend am Tisch sitzt. Gleichzeitig besteht die Gefahr,
dass ein separater Tisch nach Abgrenzung aussieht. Die elegante Lösung liegt darin,
dass die Führungsriege einen eigenen Tisch hat, aber an jedem Tisch der Mitarbeiter
für 10–15 Minuten Platz nimmt und persönlich Kontakt pflegt.

Meine Vorgesetzte macht mich in Meetings fertig. „Mit Ihrer Vorlage kann ich gar nichts anfangen“, „Bei dieser Idee haben Sie wohl an alles andere als ans Geschäftliche gedacht“ …



Reaktion: Grundvoraussetzung: Körpersprache und Stimmlage bleiben professionell – keine Verärgerung, kein Lautwerden, keine Süffisanz. Dann Augenkontakt herstellen, die Vorgesetzte mit Namen ansprechen und nach konkreten Kritikpunkten fragen (wer fragt, der führt).

„Frau Mustermann, ich habe viel Arbeit in das Papier investiert. Bitte geben Sie mir 1-2 Punkte, an denen Sie Ihre Kritik festmachen.“

Ich habe meinen Vorgesetzten nun 5-mal morgens gegrüßt, und er grüßt nicht zurück. Nun grüße ich ihn auch nicht mehr.



Reaktion: Bleiben Sie professionell und bei Ihren eigenen Werten, Menschen zu begrüßen, die Sie kennen. Geben Sie anderen nicht die „Macht“, in Ihr Verhalten einzugreifen. Wenn man es nun noch schafft, sich nicht zu ärgern, ist man dem Ziel einer professionellen Persönlichkeit wieder etwas näher gekommen …

Übrigens: Häufig erfolgt ein „Nicht-Grüßen“ nicht bewusst, sondern aus Unaufmerksamkeit!

Ich werde meinen Chef bei einer Dienstreise nach Frankreich vertreten müssen. Wie bereite ich mich vor?



Reaktion: In Frankreich werden Hierarchieebenen in der Regel deutlicher eingehalten, als das in Deutschland der Fall ist. Ist der französische Gesprächspartner auf der gleichen Hierarchieebene wie die Vertreterin aus D, ist alles in Ordnung. Sollte das nicht der Fall sein, kontaktiert der Chef in D seinen Kollegen in Frankreich und erklärt, dass er seine beste Mitarbeiterin schickt, die sein volles Vertrauen genießt und über Entscheidungskompetenzen verfügt.

Damit ist „Augenhöhe“ während der Gespräche in Frankreich gesichert.